Wir dürfen bald “Flexibler Arbeiten”, verspricht uns die Koalition. Praktisch heißt es, der 8-Stunden Tag, der zentrale Erfolg früherer Arbeiter:innenbewegungen, wird stillschweigend abgeschafft. Auch wenn schon heute die Realität vieler Kolleg:innen anders aussieht, so sehen die Pläne der Regierung dennoch düster aus: Ein 13-Stunden Arbeitstag soll für alle ermöglicht werden. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48-Stunden soll vorerst erhalten blein. Das bedeutet, in harten Wochen dürfen es auch gerne 74-Stunden werden, solange der Durchschnitt 48-Stunden beträgt. Wie lange es dauert, bis diese Wochenarbeitszeit auch angehoben werden muss, wissen nur die Lobbyvereine. Aber jede:r weiß, es wird kommen.
Es ist auch klar, warum dies passiert: Die Profitrate der Kapitalist:innen muss wachsen. Für die Interessen der Reichen sollen wir alle mehr ackern. Für deren Wohlstand und Wettbewerbsvorteile arbeiten wir in Überproduktion. 8 Stunden waren schon zuviel.
Wir müssen weniger arbeiten! Jede Stunde zählt!
- Artikel der „Analyse und Kritik“ zur Rolle der Medien beim Angriff auf den 8h-Tag

